Apr 242012
 

Oftmals sind es nicht die Erlebnisse in den heimatlichen Gefilden, die uns Menschen prägen. Erst die Eindrücke ferner Länder und fremder Kulturen ermöglichen es, andere Ansichten zu gewinnen. Und - wer eine Reise tut, der kann etwas erzählen. Mochte das früher noch direkt vom Urlaubsort mit der altbekannten Postkarte geschehen sein, so funktioniert das heute per Handy. Ähnlich sieht es aus, wenn die Fahrt in die Ferne nicht aus privaten, sondern geschäftlichen Gründen unternommen wird. Rückfragen mit dem Arbeitgeber, Details eines abzuschließenden Vertrages oder Absprachen in Rechtsstreitigkeiten erfordern gleichfalls den Anruf aus dem Ausland in die Heimat. Doch so einfach es sein mag, auf die Schnelle eine Nummer zu wählen und sich verbinden zu lassen, so teuer kann es mitunter werden, dieses Ferngespräch zu führen.

Der Anruf ins Ausland

Eingangs soll es dennoch nicht darum gehen, welche Kosten für ein Gespräch aus der Ferne in die Heimat anfallen. Interessant ist nämlich auch die andere Richtung, wenn etwa der Gatte oder ein Kollege im Ausland angerufen wird. Das mag recht kostengünstig erscheinen, immerhin sind uns die hiesigen Tarife vertraut. Jedoch kann dieser Trugschluss mit hohen Ausgaben verbunden sein, denn die Gebührenordnung gilt meist nur innerhalb eines Netzes und das auch nur jeweils in einem Land. Wer dessen Grenzen verlässt – und sei es nur durch das Telefonkabel – der wird meist etwas stärker zur Kasse gebeten. Gleiches gilt für Anrufe in fremde Netze. Insbesondere solche, die von jenen der großen und nicht selten weltweit agierenden Anbieter abweichen. Etwas einfacher gelingt es freilich mit entsprechenden Vorwahlen, die eigens den Sinn verfolgen, solche Telefonate preislich etwas günstiger zu gestalten. Aber auch sie unterscheiden sich und werden in der Regel von jedem Provider eigenständig herausgegeben. Nicht immer ist dem Betroffenen somit bekannt, welche Nummer er für günstiges Telefonieren in das Ausland nun eigentlich wählen muss.

Die Bindung an das Netz

Wer über einen geltenden Telefontarif verfügt, ist in der Regel vertraglich an diesen gebunden. Darum prüfe auch hier, wer sich vielleicht nicht ewig, so aber doch auf eine Dauer von meist zwei oder mehr Jahren bindet. Nur wenige Ausnahmen ermöglichen es, das einst gewählte Netz kurzzeitig zu verlassen. Der Hauptgrund liegt oft darin, dass der jeweilige Anbieter seinen Service temporär nicht erfüllen kann. Etwa, weil seine Kapazitäten erschöpft sind, technische Probleme einen reibungslosen Ablauf verhindern oder schlichtweg die nötigen Kabel beschädigt sind. In diesen Situationen kann der Kunde das Netz wechseln. Das bedarf allerdings tatsächlich einen dieser Gründe. Wer lediglich Kosten sparen will, kann diese Option nicht ziehen. Eine Fahrt in das Ausland muss hiervon aber losgelöst betrachtet werden. Denn nicht jeder Anbieter verfügt in der Ferne über eine Netzabdeckung. So wird bereits wenige Meter nach Passieren der Grenze der Empfang schwächer und kommt kurz darauf gänzlich zum Erliegen. In einem solchen Fall ist es natürlich gestattet, sich vor Ort in ein Netz einzuwählen.

Das sogenannte Roaming

Wer die Grenzen hinter sich gelassen hat, der wird somit nicht immer auf den Service seines Telefonanbieters zurückgreifen können. Zwar kommt es gerade bei den europaweit oder sogar global agierenden Unternehmen vor, dass das Netz auch in der Ferne problemlos funktioniert. Das jedoch ist eher die Ausnahme. Je exotischer das Land, desto geringer die Chance, auf Altbekanntes setzen zu können. Im Regelfall wird der Anwender jedoch wenig davon merken, dass er sich außerhalb des heimischen Netzes befindet. Denn ohne sein Zutun wird sich das Handy bereits in ein vorhandenes Netz eines vor Ort agierenden Anbieters eingewählt haben. Je nach Typ des Telefons kann es hierbei aber möglich sein, dazu eine Freigabe zu bestätigen. Weitere Tastenkombinationen oder sonstige Umstände sind meist aber nicht notwendig. Dieses sogenannte Roaming ermöglicht es dem Kunden eines bestimmten Netzes somit auch, im Ausland auf einen konkurrierenden Anbieter zurückzugreifen und dessen Service zu nutzen. Auch wenn sich das Handy meist selbstständig einwählt, so kann dennoch auch hier ein anderes Unternehmen gewählt werden.

Roaming Gebühren

So einfach das Wechseln des Anbieters im Ausland sein mag, so sehr war es bislang mit hohen Kosten verbunden. Denn es galten nicht die hiesigen, sondern die im Ausland üblichen Gebührenordnungen. In der Regel wurden dafür somit höhere Kosten fällig, als sie ein normales Gespräch erfordern würden. Gleiches galt für das Verschicken von Kurzmitteilungen sowie das Übertragen von Daten. Zumindest innerhalb des europäischen Geltungsbereiches gehört das allerdings der Vergangenheit an: So soll mit dem sogenannten Roaming-Abkommen eine Abkehr von den zu hohen Gebühren erfolgen. Anrufe in den Grenzen des Kontinentes werden damit nicht mehr überteuert abgerechnet. Doch Vorsicht, eine solche Regelung besteht gegenwärtig ausschließlich innerhalb Europas. Wer in fremde Gefilde reisen und den Daheimgebliebenen jeden Abend die Urlaubsgrüße telefonisch überbringen will, muss dann schon mit hohen Kosten rechnen – oder sich vorab erkundigen, welcher Anbieter vor Ort der günstigste ist. Auf diese Weise wird die Gebührenfalle den Urlaub nicht trüben können.

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