Mrz 072011
 
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Cebit Logo: © Ysangkok / wikimedia.org

5 Tage CeBIT 2011 in Hannover sind zu Ende und am 5. März hat die Messe wieder bis nächstes Jahr ihre Pforten geschlossen. Die CeBIT 2011 wurde von den Veranstaltern positiv bewertet und verzeichnete eine Besucherzahl von 339.000, was eine Steigerung von 5.000 Besuchern im Vorjahresvergleich bedeutet. Der weitaus größte Teil (80%) der Gäste war aus beruflichen Gründen in Hannover, was den Charakter der CeBIT prägt.

Es hat jedoch den Anschein als würde sich die deutsche IT-Messe in der internationalen Konkurrenz immer schwerer tun. Vor allem im für Endkunden interessanten Bereich der Mobiltelefonie ist die Consumer Electronics Show Anfang des Jahres in Las Vegas sowie der Mobile World Congress Mitte Februar in Barcelona immer wichtiger geworden. So kannte man viele der vorgestellten Geräte bereits und Apple glänzte sogar gänzlich mit seiner Abwesenheit. Stattdessen wurde zeitgleich zur CeBIT in San Francisco und London das iPad 2 vorgestellt.

Generell sah man eine starke Vergrößerung des Angebotes am Tablet Markt. Die Konkurrenz wird immer größer und die Anzahl der Tablets ist schon fast unüberblickbar. Jedoch waren auch hier einige Hersteller zurückhaltend, wie etwa Samsung, das auf die Präsentation des Samsung Galaxy Tab 10.1 verzichtete, genauso wie Motorola bei seinem neuen Xoom.

Bei Smartphones konnte man einen verstärkten Trend zu NFC Chips (wir berichteten) erkennen, sowie die Zunahme von 3D Elementen, die auch immer effizienter und besser im Mobiltelefonbereich verarbeitet werden.

Über allem jedoch schwebte in Hannover das große Thema der Cloud. Die CeBIT 2011 stand unter dem Motto „Work and Life with the Cloud“ und man zollte diesem Thema mit einer Sonderschau Tribut. Jedoch ist die Cloud ein nicht wirklich innovatives Konzept sondern schon seit längerer Zeit bekannt. So hat in etwa schon 2009 IBM für ein internetbasiertes System einer Cloud plädiert. Dennoch gibt es in diesem Bereich sicherlich in Zukunft einige Fortschritte und es ist deshalb an der Zeit gewesen, das Thema der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Durchsetzung des Konzeptes wird sehr stark von Sicherheitsaspekten abhängen. Auch hier wurde zwar versucht, einige Klarheit durch die CeBIT geschaffen, aber viele Nutzer sind wohl trotzdem noch skeptisch und zurückhaltend wenn es darauf ankommt, private Daten auf fremden Serversystemen abzuspeichern.

Am Ende bleibt die Frage wo sich die CeBIT in Zukunft hinbewegen will. Im Endkundenbereich fällt es schwierig mit anderen Messen mitzuhalten und wirkliche Neuheiten zu präsentieren. Daran können auch höhere Besucherzahlen nicht hinwegtrösten, schließlich erfolgte der Anstieg aus einem historischen Tief. Im Businessbereich bleibt die CeBIT jedoch ein wichtiger Teil des Terminkalenders der Firmen. Das wird sich auch trotz der beschriebenen Entwicklungen kaum ändern.

 

 Posted by on 7. März 2011

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