Okt 072011
 
Das Nokia N9 - Die Konkurrenz kam leider zu spät

Das Nokia N9 soll dem iPhone Konkurrenz machen - Bild: © Dekuwa / Flickr

Nokia verschleiert bei diesem Handy in keinerlei Weise seine Absichten. Das Nokia N9 soll dem iPhone ernsthaft Konkurrenz machen. Schneller gesagt als getan. Andere bekannte Marken wie LG, Samsung und HTC haben bisher nur mit mäßigem Erfolg dem iPhone Paroli bieten können. Warum sollte Nokia also gerade mit diesem Handy den lang vermissten Erfolg haben? Nokia war die letzten Jahre ein schlafender Riese. Der Smartphone Trend wurde von dem einst dominierenden Handyhersteller zu spät erkannt. Erst bei diesem Handy kommen zum ersten Mal alle gängigen Touchscreen Wischgesten dazu und verleihen Nokia im Nachhinein ein gewisses Flair.

Das Nokia N9 verfügt über einen Single Core 1,6 GHz Prozessor 1GB Arbeitsspeicher und 16 oder 64 GB Speicherplatz. Die Kamera dieses Handys ist ausgezeichnet und erlaubt sogar HD Videoaufnahmen. Wie beim Iphone wurde gänzlich auf Flash verzichtet und auf HTML5 zurückgegriffen. Das N9 ist das letzte Nokia Handy mit dem Betriebsystem MeeGo. Nokia wird in Zukunft mit Microsoft zusammenarbeiten. Das Handy wird Fingerwischgesten bedient, hat drei virtuelle Hauptbildschirme und bietet rezente Mobilfunktechnik einschließlich Dual-Band-WLAN und NFC-Chip.

Fazit: Es gab im Handysegment schon einfachere Geburten. Erste Eindrücke des Geräts sind gemischt. Zwar bietet das N9 ein schlank ansprechendes Design und ein hochauflösenden Bildschirm, der CPU kommt aber nur als Singlecore-Chip zum Einsatz. Das Gehäuse lässt hochwertige Materialien vermissen, zwar wird Gorilla Glas eingesetzt, die Rückseite ist aber aus simplen Polykarbonat. Das Polycarbonat soll jedoch den Empfang erheblich verbessern. Ärgerlich ist das Fehlen eines eigenen Knopfes für die Kamera. Insgesamt kann man sagen, dass dieses Handy zu spät kommt. Ein paar Jahre früher erschienen hätte das N9 sicher ein Hit werden können. Laut Nokia soll das N9 in Österreich bei A1, T-Mobile und 3 angeboten werden. Mit Orange seien die Verhandlungen derzeit noch im Gange.

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